Der DHL-Eurocup: Die Fußballer und das Cheerleaderteam von DHL Hub Leipzig

Madlen Wolf von den Cheerleadern des DHL Hub Leipzig ist nervös – gleich beginnt ihr Auftritt beim diesjährigen DHL Eurocup im belgischen Lommel. „Jetzt darf nichts schiefgehen, man muss in diesen dreieinhalb Minuten alles geben“, sagt die 30-Jährige.

Und das gilt für sie im besonderen Maße. Bei einem der Höhepunkte der Show bildet Madlen die Spitze einer Pyramide, die sie und ihre 15 Mitstreiter bilden. Für diesen Moment haben die 12 Frauen und 4 Männer im Team über ein halbes Jahr zweimal in der Woche geübt. Insgesamt 48 Fußballmannschaften und 27 Cheerleadingteams sind aus ganz Europa angereist, um vor über 3000 Sportfans an den DHL-Europameisterschaften in den beiden Disziplinen teilzunehmen.


Professionelles Training

Auch wenn alle aus Spaß Cheerleader sind, trainiert werden sie von einer Expertin der Leipzig Lions: „Sowas kann man nicht auf eigene Faust machen, dahinter muss eine professionelle Handschrift stehen. Immerhin ist Cheerleading eine der gefährlichsten Sportarten überhaupt“, sagt Madlen.

Sie musste zunächst dazu überredet werden, beim Leipziger Cheerleading-DHL-Team mitzumachen. Mittlerweile kann sich die ehemalige Leichtathletin und Volleyballspielerin ein Leben ohne diesen akrobatischen Sport nicht mehr vorstellen. „Ich brenne dafür. Das ist ein absoluter Teamsport und hat viel mit Teamgeist und Teamverantwortung zu tun.“

Leidenschaft für den Sport

Dass diese Eigenschaften nicht nur hohle Phrasen sind, zeigt die ebenfalls zum Turnier in Lommel angereiste DHL-Herren-Fußballmannschaft. Jetzt, wo es für die Mädels und ihre Helfer um den zweiten Sieg in Folge geht – denn 2015 hatten sie hier den ersten Platz belegt –, feuern die Männer ihre Cheerleader ordentlich an. „Die beiden Teams haben sich im Vorfeld immer mal wieder gegenseitig beim Training besucht, um sich schon vor dem Eurocup besser kennenzulernen“, sagt Madlen. Ihr gefällt der Zusammenhalt zwischen den beiden Mannschaften. Leider konnten die spielerisch starken Leipziger DHL-Kicker im Turnier nicht so richtig punkten: Trotz Kampfgeist und viel Einsatz hat es am Ende nicht für die Finalteilnahme gereicht.

Aufregung im Team

Für die Cheerleader läuft es dagegen auch heute gut, fast alles klappt wie geplant. Dennoch reicht es diesmal nicht für den erneuten Titelgewinn. Die Mannschaften aus Russland und Tschechien waren noch ein bisschen besser. Wirklich enttäuscht ist Madlen aber nicht. „In diesem Jahr war es extrem. Das komplette Team war total aufgeregt“, zieht Madlen ihr Fazit, „man hat ja nur die eine Chance.“

(c) Christian Adam, DHL Hub Leipzig